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Williams, John (80)

Musik

Geburtstag: Montag, 8. Februar 1932

Kurzbiografie

John Williams ist wohl einer der bekanntesten, am meisten ausgezeichneten und finanziell erfolgreichste Musikkomponist in der Filmbranche. John Towner Williams wurde am 8. Februar 1932 in Long Island, New York geboren und entdeckte sehr schnell sein Interesse an der Musik. Kein Wunder, da er damals der Sohn eines Schlagzeugers für CBS Radio und im Raymond Scott Quintet war. Nachdem er 1948 nach Los Angeles zog, experimentierte der junge Pianist und Gründer seiner eigenen Jazzband damit seine eigene Musik zu komponieren. Mit 15 beschloss er ein Konzertpianist zu werden. Mit 19 hatte seine erste Komposition, eine Pianosonate, Premiere. Er besuchte sowohl die UCLA als auch das Los Angeles City College, studierte Orchestrierung unter dem MGM Musical Associate Robert van Eps und bekam Privatunterricht von Komponist Mario Castelnuovo-Tedesco bis er in der US Air Force für drei Jahre dirigieren konnte. Nachdem er wieder in die Staaten zurückkehrt war traf er auf Madame Rosina Lhevinne, die ihm half seine Fähigkeiten weiter zu perfektionieren. Er trat in Jazzclubs auf und verdiente sich damit sein Geld, aber Lhevinne ermutigte ihn weiterhin sich auf das Komponieren zu fokussieren.

Zurück in Los Angeles fand er Arbeit als Pianospieler in den Hollywood Studios. Mit 24 wurde 'Johnny Williams' Staff Arranger bei Columbia und anschließend spielte er bei 20th Century Fox für Alfred Newman und Lionel Newman, Dimitri Tiomkin, Franz Waman und anderen Berühmtheiten aus dieser Zeit. Im Feld der populären Musik spielte er für Vic Damone, Doris Day und Mahalia Jackson. All das passierte während er um Schauspieler und Sängerin Barbara Ruick warb. Sie war es auch mit der er bis zu ihrem Tod 1974 verheiratet war. Die beiden hatten drei Kinder, deren Tochter ist heute eine Ärztin, deren beiden Söhne Joseph und Mark sind Rockmusiker.

Die instrumentalen Jobs führten zu ernsthaften Jobs - zum Komponieren fürs TV, darunter 'Gilligans Insel', 'Checkmate', 'Land of the Giants' und seine Emmy-ausgezeichneten Soundtrack zu 'Heidi' [1968] und 'Jane Eyre'. 'Daddy-O' und 'Because They're Young' brachten seine Musik auf die große Leinwand bzw. in die Kinos, aber er fand sich sehr schnell in der Schiene der Komödien wieder. Seine Bemühungen in diesem Genre führten zu der Arbeit an William Wylers 'How to Steal a Million', dass ein großer Erfolg wurde und ihm zu noch größeren Projekten verhalf.

Er gewann 1971 seinen ersten Oscar für die Adaption von 'Fiddler on the Roof'. In den 70er-Jahren war er der König der Katastrophen-Soundtracks [Anm: auf das Genre des Films bezogen] mit Filmen wie 'The Poseidon Adventure', 'Earthquake' und 'The Towering Inferno'. Sein psychologischer Soundtrack zu 'Images' ist bist heute eine der innovativsten Werke der Filmsoundtrack-Geschichte. Aber sein Americana, besonders 'The Reivers' war das Werk, dass die Aufmerksamkeit des Regisseurs Steven Spielberg auf sich zog. Gemeinsam arbeiteten sie 1974 an 'The Sugarland Express'. Als sich die beiden wieder für ein gemeinsames Projekt zusammentaten, für den Kultfilm 'Der weiße Hai', waren sie schnell als Blockbuster-Team etabliert. Williams erhielt dafür seinen ersten Oscar für den Originalsoundtrack und Spielberg stellte ihn umgehend seinem Freund George Lucas vor. 1977 machte Williams den epischen Kinosound von Erich Wolfgang Korngold, Franz Waxman und anderen Komponisten des Goldenen Zeitalters von Hollywood wieder populär. 'Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung', damals noch einfach 'Star Wars' genannt, wurde der am besten verkaufteste Score-only Soundtrack aller Zeiten und brachte unzählige Musikimitatoren hervor.

1980 trat er abermals vor den Traualtar, diesmal war Samantha Winslow die Auserwählte. Mit ihr ist er bis heute noch verheiratet.
1982 brachte ihm 'E.T. – Der Außerirdische' seinen dritten Oscar ein.

Anfang der 90er Jahre dachte Williams ans Aufhören. Doch seine erfolgreichen Arbeiten an den viel ausgezeichneten Filmen 'Jurassic Park' und 'Schindlers Liste' und den unzähligen musikalischen Referenzen in der TV-Serie 'Die Simpsons' erweckten anscheinend wieder sein Interesse an der Musik. Die Arbeit an Filmen wie 'JFK', 'Nixon', 'Sleepers', 'Sieben Jahre in Tibet' oder 'Saving Private Ryan' und seine Wiederkehr mit 'Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung' in bekanntest Territorium erinnerten an seine kreative Vielfalt in den 70er Jahren.

Im neuen Jahrtausend scheint der Künstler kein Interesse daran zu haben aufzuhören. Seine Arbeitsbeziehung mit Spielberg und Lucas setzt sich mit Filmen wie 'A.I. – Künstliche Intelligenz', 'Minority Report', den beiden neuen Star Wars Filmen [Episode II und III], 'Catch Me If You Can' und den vielversprechenden vierten Teil der Indiana Jones-Reihe fort.

Bis heute kann Williams eine immense Liste von Auszeichnungen vorweisen, darunter 41 Oscar-Nominierungen, davon hat er fünf gewonnen, über zwanzig Goldene und Platin-Schallplatten, einen Haufen von Emmys, davon hat er zwei gewonnen, Golden Globes, drei gewonnen, Grammys, 18 mal gewonnen, National Board of Review [inklusive eines Career Achievement Awards], Saturn, sechsmal gewonnen, und BAFTA, siebenmal gewonnen. Weiters einigen Ehrendoktorraten.
Man kann ohne weiteres sagen, dass John Williams DER Filmkomponist schlechthin ist und ohne seine Arbeit Hollywood heute ziemlich blass aussehen würde.



wichtigste / bekannteste Filme (Filmografie)
2005 Jurassic Park IV als Musik
2005 Indiana Jones 4 als Musik
2005 Star Wars: Episode III als Musik
2004 Harry Potter and the Prisoner of Azkaban als Musik
2002 Catch Me If You Can als Musik
2002 Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger als Musik
2002 Harry Potter und die Kammer des Schreckens als Musik
2002 Minority Report als Musik
2001 Harry Potter und der Stein der Weisen als Musik
2001 A. I. - Künstliche Intelligenz als Musik
2000 Der Patriot als Musik
1999 Die Asche meiner Mutter als Musik
1999 Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung als Musik
1993 Schindlers Liste als Musik
1993 Jurassic Park als Musik
1991 JFK als Musik
1990 Kevin allein zu Hause + in New York als Musik
1983 Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter als Musik
1982 E. T. - Der Außerirdische als Musik
1981 Indiana Jones I - III als Musik
1980 Star Wars: Episode V - Das Imperium kehrt zurück als Musik
1978 Superman als Musik
1977 Unheimliche Begegnungen der dritten Art als Musik
1977 Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung als Musik
1975 Der Weiße Hai 1 + 2 als Musik
 
interessante Links
http://german.imdb.com/name/nm0002354/
http://www.johnwilliams.org/
http://www.starwars.com/bio/johnwilliams.html
 
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